Körpersignale

DoppelkeksNichts ahnend stehen Sie unvermittelt vor dem Kühlschrank.

Obgleich Sie satt sein sollten und Ihr schlechtes Gewissen Sie plagt, stopfen Sie sich die Kalorien nur so hinein.

Sie denken: “Es ist schon spät und du bist satt, was du jetzt isst, landet hundertprozentig auf den Hüften”

Stimmt das wirklich?

Und wenn ja, was kann man tun, wenn zum x-ten mal der Vorsatz, sich gesünder bzw. kalorienbewusster zu ernähren, gegen den Baum zu laufen scheint. Ich möchte gerne wissen, wie vielen Menschen es  Abend für Abend, so oder ähnlich ergeht.

Dahinter steckt meist ein innerer Konflikt.  Sie entsagen sich etwas, was sie im Grunde gern hätten. Ihr Körper signalisiert ihnen Bedürfnisse und sie empfinden Ohnmacht. Sie wollen mit dem Verstand etwas erreichen, was unser Organismus zu weiten Teilen autonom steuert – Ihr  Essverhalten.

Es wäre ja schön, wenn Essen etwas ist, was wir steuern könnten aber bedenken Sie: Ernährung ist so elementar für unser Überleben, da wäre es eher hinderlich, wenn Sie mit ihrem Kopf ständig dazwischen funken.

Im Grunde tun Sie aber genau das, weil Sie tatsächlich glauben Sie könnten es.

Ich spreche in diesem Zusammenhang gern von den:

bio – logischen Bedürfnissen

in Bezug zu den

psycho – logischen Bedürfnissen.

Hier geht es um den Dreh- und Angelpunkt vieler Konflikte, die Sie mit sich austragen. Sie versuchen unter Vernachlässigung eines elementaren menschlichen Bedürfnisses ein anderes Bedürfnis in den Mittelpunkt zu rücken. Meist in dem Glauben dann ein besserer und anerkannter Mensch zu sein. Sie machen Ihr persönliches Glück dann abhängig davon, ob Ihre Kleidergröße 38 oder 40 ist.

Sollten Sie irgendwann lang genug gehungert und Ihre Wunschgröße erreicht haben, meldet Ihr Körper sein vernachlässigtes Bedürfnis nach Kalorien und Nährstoffen mit aller Macht an. Diesen Kreislauf kennen Sie.

Wie durchbreche ich diesen Kreislauf ?

Genau hier beginnt meine Arbeit.

Sie brauchen nicht wie ich und viele andere tausende Trainingsstunden verbringen, Sie können es von mir aus erster Hand erfahren.

Weitere Artikel folgen, bleiben Sie dran.

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Beim Training

Eine Denkfalle

Ich hatte es schon fast vergessen, diese meine unglaubliche Ernüchterung, wenn ich nach Jahren wieder jemanden sehe, den ich trainiert hatte. Von den ursprünglichen Ambitionen Sport zu machen, ist meist nicht mehr viel übrig geblieben.

Aus meiner jahrelangen Praxis weiß ich ja, dass weniger als 10% aller Trainierenden ihre Trainingsziele verwirklichen können. Nach 5 Jahren halbiert sich nochmals die Anzahl derer, die ihren Trainingszustand oder ihr Wunschgewicht halten können.

Das ist die Ernüchterung. Es verbleiben etwa 5% erfolgreich Trainierende.

Ich nenne das die klassische Trainingsfalle. Täglich tappen tausende hinein und Demotivation stellt sich oft binnen weniger Wochen ein. Der beste Trainer kann nämlich eines nicht für Sie entscheiden ob der Weg hin zu Ihrem persönlichen Wohlbefinden eine Lebensentscheidung ist.

Schauen wir hinter die Kulissen, sehe ich oft folgende Fehlerpunkte:

Sie haben zu große Erwartungen an die möglichen Ergebnisse, Sie steigern zu schnell Ihre Trainingsbelastungen, die Dauer, die Häufigkeit die Intensität usw.

Sie glauben es diesmal mit diesem Gerät, dieser Trainingstechnik, oder dieser Ernährungsweise zu schaffen, streng genommen warten Sie auf ein Wunder.

Sie machen sich abhängig von Fitness-und Gesundheitstrends. Aktuelle Trends erkennt man immer daran, das es vor kurzen noch ein Geheimtipp war und mittlerweile eine Massenbewegung der man kaum aus dem Weg gehen kann, Bsp. Nordic Walking, Pilates, Yoga, etc.

Meine Gegenfrage:

Wie viel Trends hat es in den letzten 30 Jahren gegeben,wie viel Geheimrezepte, Diäten und Wunderpillen gab es?

Wenn es ein wirkliches Geheimrezept gäbe – wüssten wir es nicht längst alle?

Aber:

Wenn du das tust, was du immer schon getan hast, dann wirst du bekommen was du immer schon bekommen hast.

Wenn du etwas anderes haben willst,
musst du etwas anderes tun.

Und wenn das, was Du tust, Dich nicht weiterbringt,
dann tu etwas völlig Anderes –
statt mehr vom gleichen Falschen!
(frei nach bei Paul Watzlawick)

Also plädiere ich dafür, verlernen Sie mal wieder was, misten Sie aus was nicht funktioniert. So wie Sie es von Zeit zu Zeit auch mit Ihrem Schreibtisch machen sollten.

Vergessen Sie, was Sie über Trainingsintensität gehört haben.

Vergessen Sie, was Sie über Ausdauer-und Krafttraining gelernt haben.

Vergessen Sie alles über abgestaubte Trainingsmethoden, übers Dehnen, über das Rückentraining und über die “Richtige Ernährung“.

Informieren Sie sich wirklich selbst, investieren Sie in neues Wissen und Erkenntnisse und Sie investieren in sich selbst. Hinterfragen Sie und entdecken Sie endlich mal wieder etwas unerwartetes und dann lassen Sie es zu.

Frage: Welchen Zweck hatten Sie mit dem Sport verfolgt??????

Ihre Antwort: ………………………………

Sind Sie sich da wirklich sicher?

Schauen wir nochmal genau nach.  Jetzt da Sie ein wenig offener und interessierter sind, ist der Weg frei für die Wahrheit.

Also, warum treiben Sie Sport oder warum denken Sie, es sei gut für Sie?

  • Weil man es Ihnen gesagt hat?
  • Weil Sie abnehmen wollten?
  • Weil Sie sich besser fühlen wollen?
  • Weil der Arzt, ihr Partner oder gut Freunde meinten, es sei gut für die Gesundheit?

Weil, weil……

Ich verstehe das alles, nur genügt es nicht. Denn, das wissen nun wirklich alle aber sind Sie deshalb gesunder, zufriedener oder gar glücklich.

Muss dass, was alle wissen, zwangsläufig richtig sein?

Bitte beobachten Sie einmal Kinder beim Spielen, schauen Sie aus dem Fenster oder gehen Sie zum Spielplatz, am besten heute noch und machen Sie sich klar warum Kinder sich bewegen.

Meine Töchter machten immer die Haustür auf und rannten erst einmal los, je älter die Kinder werden umso  langsamer und behäbiger werden Sie. Ich glauben das nennen wir Erziehung oder Sozialisation. Was also tun Kinder auf dem Spielplatz? – Richtig sie haben ungebremsten Spaß. Nicht am Joggen und nicht am Gewichte stemmen. Jegliche Bewegung erfolgt dem ursprünglichen Zweck lustvoll Erfahrungen zu sammeln. Die Kinder erfahren sich, ihren Körper, ihre Möglichkeiten. Sie lernen ihre Grenzen kennen. In ihrem kleinen Gehirn geht quasi die Post ab. Kinder haben noch nicht so etwas, wie obige Gründe. Nur wir Erwachsenen berechnen ständig nach einer ganz persönlichen Kosten und Nutzenanalyse, wie viel Energie ich in meine sportliche Aktivität lege. Wenn ich irgendwann das Gefühl habe, die Kosten (Anstrengungen, Zeit, Geld) überwiegen den Nutzen, dann brechen wir ab. Alle guten Vorsätze dahin. Bewegung dauerhaft und lustvoll, – Fehlanzeige.

Ich will Ihnen verraten warum Sie überhaupt einen Körper haben.

Nicht damit Sie ihren Körper bewegen, nein der Körper bewegt Sie.

Ohne Ihren Körper sind Sie niemand, er vermittelt Ihnen die Welt, mit ihm erschließen sie sich alles. Mit Ihm fühlen Sie, mit Ihm sehen Sie, mit ihm erleben Sie.

Sie haben einen Körper um zu erfahren und zu wachsen um im Idealfall das Beste aus sich herauszuholen.

Der Körper macht Sie aus.

Vielleicht lesen noch einmal die letzten Zeilen und lassen Sie das sacken.

 

Viel Erfolg mit Ihren Einsichten und Entscheidungen.

Jirko

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