Wie der Konsum von Alkohol Übergewicht verursacht

In diesem Artikel soll es nicht um den Missbrauch von Alkohol gehen und der erhobene oder mahnende Zeigefinger wird auch ausbleiben.

Ich möchte in erster Linie auf den vielfach unbeachteten Faktor der Wirkung des Alkohols auf den Stoffwechsel aufmerksam machen und der Frage nachgehen:

Wie wirkt Alkohol auf den menschlichen Stoffwechsel und macht Alkohol dick ???

Da  ich hier nicht von der hohen  Kanzel Wasser predigen und Wein trinken will, kurz meine Erfahrungen zum Thema Alkohol.

Ich habe erst spät damit angefangen überhaupt Alkohol zu trinken. Als ich Ende 20 war, wurde trotzdem das abendliche Glas Rotwein schon fast zur Gewohnheit. Mittlerweile trinke ich lieber Bier oder Weißwein. Ich kenne das seltsame Gefühle der psychischen Abhängigkeit, wenn der Feierabend eingeläutet wird und ich das Bedürfnis habe etwas alkoholisches zu trinken. Das macht nichts, solange ich einfach NEIN sagen kann.

Mich interessiert brennend, wie Sie mit Alkohol umgehen und welche Wirkungen der Alkoholkonsum in Ihren Augen auf das Körpergewicht hat – dazu können Sie weiter unten die Kommentarfunktion nutzen.

Trotzdem zuvor ein paar Fakten zum Alkoholverzehr in Deutschland:

  • rund 1,3 Millionen Menschen zwischen 18 und 65 Jahren sind vom Alkohol abhängig (Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung -BZgA)
  • eine Schätzung der Dunkelziffer liegt bei 3 bis 4 Millionen
  • etwa neun Millionen Deutsche trinken zu viel und gefährden dadurch ihre Gesundheit 
  • BZgA-Direktorin Prof. Dr. Elisabeth Pott bringt es auf den Punkt: “Alkohol ist das am weitesten verbreitete Suchtmittel in Deutschland.”
  • Alkohol wird gesellschaftlich bagatellisiert

Noch einmal Frau Prof. Dr. Elisabeth Pott: „Doch Alkohol ist ein Zellgift, das fast alle Organe im Körper schädigen und zum Beispiel Herzmuskel- und Krebserkrankungen verursachen kann. Täglich sterben allein in Deutschland rund 200 Menschen an den Folgen ihres Alkoholmissbrauchs.“

  • Halten wir kurz fest: ALKOHOL IST EIN ZELLGIFT.
  • täglich sterben Menschen

Außerdem hat Alkohol neben seiner Suchtkomponente auch noch viel Kalorien. Allein durch den regelmäßigen Verzehr von Alkohol über viele Jahre hinweg, ist eine Gewichtszunahme möglich. Hinzukommt die Anregung des Appetits  und der Griff zum Knabberzeug oder Süßkram ist sehr verlockend.

  • Halten wir weiter fest: ALKOHOL LIEFERT VIELE KALORIEN.
  • … und ALKOHOL HAT EINE STARKE SUCHTKOMPONENTE.

Der Alkohol muss im Stoffwechsel mit hoher Priorität verarbeitet werden. Das geht vor allem zu Lasten des Fettstoffwechsels. Dieser wird gebremst weil der Organismus sich zuerst des Giftes entledigen muss.

ALKOHOL wird mit höchster Priorität im Stoffwechsel behandelt.

5 % werden direkt abgeatmet, was man als “Fahne” kennt.

Nur ca. 2 % von getrunkenen Alkohol wird unverändert mit dem Urin ausgeschieden und 1 – 2 % Alkohol wird über die Haut ausgeschwitzt.

Die restlichen über 90 % des aufgenommenen Alkohols werden in der Leber durch Oxidation abgebaut und dann über Lunge bzw. Niere ausgeschieden. Dieser Abbau von Alkohol ist unabhängig von der verzehrten Gesamtmenge. Innerhalb einer Stunde werden mindestens 0,1 ‰ bis 0,15 ‰ vom Organismus abgebaut.

Dabei liefert ein Gramm Alkohol 7 kcal und so kann es leicht zu einem Energieüberschuss kommen.  Im Vergleich dazu haben Kohlenhydrate und Eiweiße 4,1 kcal Energie je Gramm. Man hat ermittelt,  dass jeder Deutsche durchschnittlich 250 kcal am Tag durch alkoholische Getränke zu sich nimmt. Das genügt wie schon gesagt,  um unmerklich aber stetig an Körpergewicht zuzunehmen.

Drei Effekte die eine Gewichtszunahme wahrscheinlich machen:

  1. die durch den Alkohol aufgenommenen Kalorien,
  2. der gebremste Fettstoffwechsel,
  3. der gesteigerte Appetit gerade am Abend und
  4. eventuell Wassereinlagerung, durch den verursachten Stress, einer möglichen Alkoholsucht

Zur Suchtproblematik wollte ich hier nicht viel sagen. Bekannt sind die Wirkungen die der Alkohol auf verschiedene Gehirnbereiche hat und dass es bis zu einer schweren körperlichen Abhängigkeit kommen kann. Es ist auch müßig ständig nach psychischen Ursachen zu suchen, die in die Abhängigkeit führen können.

Neben familiären, individuellen und genetischen Ursachen, bleibt mir zu konstatieren:

  1. Der Konsum von Alkohol ist für viele die gesellschaftliche akzeptierte Form, negativ bewertete Emotionen und Situationen zu meistern.
  2. Der Jugend sind wir Erwachsene oft ein schlechtes Vorbild und es ist nicht zu sehen, dass sich daran etwas ändert.
  3. Sucht ist zudem der vergebliche Versuch ein wesentliches menschliches Bedürfnis durch Ersatz zu befriedigen.
  4. Wie das besser ohne Ersatz gelingen kann lesen Sie am Besten hier: http://www.trainingswelt.com/wohlbefinden/

Sicher kennen Sie das Leid von Herbert Grönemeyer “Alkohol” aus dem Jahr 1984:

“Alkohol ist dein Sanitäter in der Not
Alkohol ist dein Fallschirm und dein Rettungsboot
Alkohol ist das Drahtseil auf dem du stehst
Alkohol ist das Schiff mit dem du untergehst”

 

Allein die Kalorien des Alkohols begünstigen eine Gewichtszunahme und zum zweiten der Stress, welcher eine Folge des Zellgiftes Alkohol ist. Die Stresskomponente sorgt für Wassereinlagerungen in den Zellen.

 

Der Link zur Pressemitteilung der BZGA “Alkoholmissbrauch bei Jung und Alt”.
Bildnachweis: verwendetes Foto “Whisky on the rocks” von Janosch01, Quelle: www.piqs.de

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Wie Sie den inneren Schweinehund besänftigen und dadurch leichtes Spiel mit dem Abnehmen haben

Heute zum 2. Teil ” Der innere Schweinehund ” und Abnehmen, den 1. Teil finden Sie hier.

Was Sie in diesem Beitrag erwartet:

  1. Eine kurze Wiederholung des bisher gesagten,
  2. Eine kurze Vorschau auf diesen Artikel,
  3. Eine Definition des “Inneren Schweinehundes” und
  4. Ein Lösungsansatz für das Gewichtsproblem

Fangen wir mit einer Wiederholung an. Michael Birkenbihl sagte mal: “Wenn du ein Problem nicht lösen kannst, dann bist du Teil des Problems.” oder anders ausgedrückt:

“Wenn du dein Gewicht nicht in den Griff bekommst, dann bist du Teil des Gewichtsproblems”

Das ist nichts Außergewöhnliches – nur gehört diese Selbsterkenntnis dazu, um aus der Opferhaltung heraus zu kommen. Das ist die Basis, um ins Handeln zu kommen. Ansonsten bleiben wir Spielball unserer Befindlichkeiten, unserer Ausreden und unserer Scham.

Es stellt sich augenblicklich die FRAGE: Wie kommen Sie aus diesem Dilemma heraus?

Der innere Schweinehund ist letztlich eine Instanz in uns, die unser Überleben sichern soll – das ist die Intention. Er sorgt sich um uns und macht uns auf unsere biologischen und emotionalen Bedürfnisse aufmerksam.

Denn als biologische Wesen haben wir rund um die Uhr physiologische und psychische Grundbedürfnisse.Bedürfnisse des Menschen

Ständig benötigen wir Menschen die Luft zum Atmen, Nahrung und Flüssigkeit. Wir benötigen Schlaf und Sicherheit, die Körpertemperatur muss geregelt werden und den Sex brauchen wir auch.

Alle diese Bedürfnisse wollen beachtet und befriedigt werden und der “Innere Schweinehund” ist so eine Art Wächter, der darauf bedacht ist, Gefahren zu erkennen und Risiken zu minimieren.

Einen Großteil unser Zeit und unserer Energie verbrauchen wir bewusst und unbewusst mit diesen lebenserhaltenden Maßnahmen. Dem Autopiloten kommt hierbei eine wichtige Stellung zu, denn wer könne schon ständig bewusst atmen oder seine über 650 Muskeln kontrollieren – das wäre ein unmögliches Unterfangen.

Kommen zum Abnehmen zurück. Nach dem Aufstehen signalisiert uns der Körper, je nach Ernährungsgewohnheit früher oder später, sein Bedürfnis nach Nahrung; es stellt sich ganz banal der Hunger ein. Wir benötigen Energiezufuhr für die Auf- und Abbauprozesse im Körper. Unablässig und außerhalb unserer Einflussnahme, laufen Millionen solcher Prozesse ab und erzeugen Defizite. Man spricht daher auch gern von Defizitbedürfnissen.

Wenn man so will, sind wir als biologische Wesen, Gefangene unserer eigenen Natur. Das Stückchen Freiheit, das wir erlangen können, bezeichnen wir als Bewusstsein.

Doch die Einflussmöglichkeiten des Bewusstseins sind sehr eng begrenzt und hier betritt der Innere Schweinehund wieder die Szenerie.

Nun könnte man meinen, wenn jemand Hunger hat und diesen stillt, dann nimmt er seine Bedürfnisse einfach nur wahr. Dummerweise verspüren Sie auch Hunger, obwohl Ihr Körper einen guten Monat von seinen Reserven zehren könnte. Sie verspüren sogar Hunger, obwohl die letzte Mahlzeit gerade ein paar Stunden her ist.

Blöd, dass Sie gerade abnehmen wollen. Dem Schweinehund ist das völlig egal.

Und so dient die Befriedigung des Hungergefühls niemals ausschließlich der Kalorien- und Nährstoffaufnahme.

  • Irgendwann im Leben lernt man, dass sich mit Nahrung schnell auch emotionale Befindlichkeiten glätten lassen.
  • Man gibt sich dem kurzfristigen Verlangen hin und kompensiert unter Umständen Frust, Aufregung oder Langeweile.
  • Manch einer belohnt sich all abends mit einer kleinen Portion Alkohol usw.  Wir kennen das, glaube ich alle.

Wenn die emotionale Belohnung wichtiger als die eigentliche Nahrungsaufnahme geworden ist, dann hat der Betreffende ein Problem. Deshalb sind Sie immer Teil des Problems. Das was wir den Schweinehund nennen, ist dann unterm Strich nichts anderes als eine Form von Konditionierung.

Ihr Schweinehund möchte Sie dringend vor den Gefahren einer Kalorienreduktion bewahren – weil es Ihnen doch bisher so super damit ging, mehr zu essen als Sie benötigen und Veränderungen eine Gefahr darstellen und Hunger doch auf Dauer sogar tödlich enden kann.

Das ist die Logik des Inneren Schweinehundes – Daher hat nicht jeder seine Traumfigur.

Wer herausfindet was einem noch so fehlt, welche Bedürfnisse nicht genügend wahrgenommen und gestillt werden, kann den Kreislauf der Selbstkonditionierung durchbrechen.

Das Problem bekannter Lösungsvorschläge:

  • Die meisten Diäten befassen sich ausnahmslos mit der Auswahl der Lebensmittel.
  • Eine Ernährungsumstellung dauerhaft umzusetzen ist aber wesentlich schwieriger als die geeignete Auswahl an Nahrungsmitteln zu treffen.
  • Es kann daher nicht verwundern, dass es unüberschaubar viele Diäten und Ernährungsempfehlungen gibt.
  • Die schiere Anzahl der dargebotenen Möglichkeiten ist ein Gradmesser dafür, dass das Problem mit dem Körpergewicht auf einer anderen Ebene zu lösen ist.

Nehmen wir an, Sie befinden Sich in einem dunklen Raum und Sie möchten sehen. Was werden Sie wohl als nächstes tun ?

Sie werden nach dem Schalter suchen und das Licht anmachen. Mit Diäten aber verhält es sich genau umgekehrt. Es gibt gerade deswegen tausende dargebotene Möglichkeiten also tausende Schalter, weil Diäten einfach nicht funktionieren können. Genauso wie in einem Raum, mit tausenden defekten Schaltern, das Licht nicht zu betätigen ist.

Sie sollten vielmehr nach der Sicherung suchen. In unserem Fall ist diese Sicherung der Schweinehund.

Sollten Sie Ihren Schalter suchen um auf Abnehmen umzuschalten, dann gehen Sie folgendermaßen vor:

1. Lernen Sie die Kunst der Selbstbeobachtung und legen Sie sich ein Enährungsjournal zu.
2. Schreiben Sie für zwei Wochen Ihr Ernährungsverhalten auf.
3. Identifizieren Sie Ihre Schwachpunkte in der Ernährung.
4. Frage: Wann schlagen Sie über die Strenge, welche Nahrungsmittel essen Sie viel und gerne obwohl Sie wissen, dass Sie Ihnen schaden?
5. Fangen Sie an Ersatz für eine dieser Sündenfälle zu finden – nehmen Sie nur ein einziges Nahrungsmittel heraus und ersetzen Sie es durch eine kalorienarme Variante.

Wenn Sie nur diesen Tipp beherzigen, dann können Sie Ihren Schweinehund in Schach halten lernen und langfristig abnehmen – garantiert.

Sollten Sie Interesse an einem geführten Kurs zum Abnehmen haben, dann bietet sich der Abnehm – Fahrplan an.

Erfahren Sie dort:

Wie Sie in 7 erstaunlich leichten Schritten 13 Kilo und mehr abnehmen ! Wie von selbst – ohne Diät, Hunger und ohne JoJo Effekt … völlig egal wie oft Sie es schon versucht haben.

 

Viel Erfolg bei der Überwindung Ihres Schweinehundes

 

Jirko

 

PS: glauben Sie nicht, ich hätte keinen ;-)

PPS: Denken Sie daran: Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind. A. Einstein

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