Archiv für den Monat: Juni 2011

Alkohol und seine Wirkungen auf das Körpergewicht

Das Alkohol die Droge Nr. 1 in Deutschland ist, dürfte bekannt sein.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) weist in ihrer Pressemitteilung vom 24.06.2011 “Alkoholmissbrauch bei Jung und Alt” darauf hin, rund 1,3 Millionen Menschen zwischen 18 und 65 Jahren vom Alkohol abhängig sind.

Man schätzt etwa neun Millionen Deutsche trinken zu viel und gefährden ihre Gesundheit auf erschreckende Art.

BZgA-Direktorin Prof. Dr. Elisabeth Pott bringt es auf den Punkt: “Alkohol ist das am weitesten verbreitete Suchtmittel in Deutschland.”

Die Gefährdung gesundheitlicher Natur werden im allgemeinen stark unterschätzt und so ist die Bagatellisierung in unserer Gesellschaft ein großes Problem.

Noch einmal Frau Prof. Dr. Elisabeth Pott: „Doch Alkohol ist ein Zellgift, das fast alle Organe im Körper schädigen und zum Beispiel Herzmuskel- und Krebserkrankungen verursachen kann. Täglich sterben allein in Deutschland rund 200 Menschen an den Folgen ihres Alkoholmissbrauchs.“

Außerdem hat Alkohol neben seiner Suchtkomponente auch noch viel Kalorien. Allein durch regelmäßigen Verzehr von Alkohol über viele Jahre hinweg, ist eine Gewichtszunahme möglich. Ich glaube jeder kennt auch den Effekt, dass der Appetit leicht angeregt werden kann und der Griff zum Knabberzeug oder Süßkram sehr verlockend ist.

Der Alkohol muss im Stoffwechsel mit hoher Priorität verarbeitet werden. Das geht vor allem zu Lasten des Fettstoffwechsels. Dieser wird gebremst weil der Organismus sich zuerst des Giftes entledigen muss.

5 % werden direkt abgeatmet, was man als “Fahne” kennt.

Nur ca. 2 % von getrunkenen Alkohol wird unverändert mit dem Urin ausgeschieden und 1 – 2 % Alkohol wird über die Haut ausgeschwitzt.

Die restlichen über 90 % des aufgenommenen Alkohols werden in der Leber durch Oxidation abgebaut und dann über Lunge bzw. Niere ausgeschieden. Dieser Abbau von Alkohol ist unabhängig von der verzehrten Gesamtmenge. Innerhalb einer Stunde werden mindestens 0,1 ‰ bis 0,15 ‰ vom Organismus abgebaut.

Dabei liefert ein Gramm Alkohol 7 kcal und so kann es leicht zu einem Energieüberschuss kommen.  Im Vergleich dazu haben Kohlenhydrate und Eiweiße 4,1 kcal Energie je Gramm. Man hat ermittelt,  dass jeder Deutsche durchschnittlich 250 kcal am Tag durch alkoholische Getränke zu sich nimmt. Das genügt wie schon gesagt,  um unmerklich aber stetig an Körpergewicht zuzunehmen.

Es sind demnach mindestens drei Effekte die eine Gewichtszunahme wahrscheinlich machen:

  1. die durch den Alkohol aufgenommenen Kalorien,
  2. der gebremste Fettstoffwechsel,
  3. der gesteigerte Appetit gerade am Abend

Zur Suchtproblematik möchte ich hier nicht viel sagen. Bekannt sind die Wirkungen die der Alkohol auf verschiedene Gehirnbereiche hat und das es bis zu einer schweren körperlichen Abhängigkeit kommen kann. Es ist auch müßig ständig nach psychischen Ursachen zu suchen, die in die Abhängigkeit führen.

Neben familiären, individuellen und genetischen Ursachen, bleibt mir zu konstatieren:

  1. Der Konsum von Alkohol ist für viele die gesellschaftliche akzeptierte Form negativ bewertete Emotionen und Situationen zu meistern.
  2. Der Jugend sind wir Erwachsene oft ein schlechtes Vorbild und es ist nicht zu sehen, dass sich daran etwas ändert.
  3. Sucht ist zudem der vergebliche Versuch ein wesentliches menschliches Bedürfnis durch Ersatz zu befriedigen.
  4. Wie das besser ohne Ersatz gelingen kann lesen Sie am Besten hier: http://www.trainingswelt.com/wohlbefinden/

Sicher kennen Sie das Leid von Herbert Grönemeyer “Alkohol” aus dem Jahr 1984:

“Alkohol ist dein Sanitäter in der Not
Alkohol ist dein Fallschirm und dein Rettungsboot
Alkohol ist das Drahtseil auf dem du stehst
Alkohol ist das Schiff mit dem du untergehst”

In diesem Sinne, Prost.

Der Link zur Pressemitteilung der BZGA “Alkoholmissbrauch bei Jung und Alt”.

Bildnachweis: verwendetes Foto “Whisky on the rocks” von Janosch01, Quelle: www.piqs.de

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Der innere Schweinehund und Abnehmen-Teil 2

Heute zum 2. Teil ” Der innere Schweinehund ” und Abnehmen.

Fangen wir mit einer Wiederholung an. Michael Birkenbihl sagte mal: “Wenn du ein Problem nicht lösen kannst, dann bist du Teil des Problems.”

Nachdem es im letzten Beitrag in erster Linie um kulturelle Einflüsse ging, denen wir unterliegen, soll es sich heute um die biologischen Gründe drehen und wie diese emotionale Verstrickungen haben können. Damit ist gemeint als biologische Wesen haben wir physiologische und psychische Grundbedürfnisse.

Ständig benötigen wir Menschen die Luft zum Atmen, Nahrung und Flüssigkeit. Wir schlafen etwa 1/3 des Lebens und die entsprechende Körpertemperatur und den Sex brauchen wir auch.

Einen Großteil unser Zeit und unserer Energie verbrauchen wir bewusst und unbewusst mit den lebenserhaltenden Maßnahmen. Dem Autopiloten kommt hierbei eine wichtige Stelle zu, denn wer könne schon ständig bewusst atmen, das wäre ein wohl sehr anstrengendes Unterfangen. Abgesehen von den Wirkungen die durch Achtsamkeit und Meditation erwünscht sind.

Man spricht in diesem Zusammenhang gern von Defizitbedürfnissen. Das bedeutet, nach wenigen Stunden signalisiert uns der Körper sein Bedürfnis nach Nahrung; es stellt sich ganz banal der Hunger ein. Die Auf- und Abbauprozesse im Körper erzeugen unabhängig unseres bewussten Zutuns permanent Defizite.

Wenn man so will sind wir als biologische Wesen, Gefangene unserer eigenen Natur. Die Freiheit die wir erlangen können, besteht nun darin unser Leben selbst gestaltend, um unsere Bedürfnisse herum, in die eigenen Hände zu nehmen. Was soviel bedeutet wie:

Ich nehme meine physischen und psychischen Bedürfnisse wahr, beachte Sie und lerne Sie zu befriedigen.

Nun könnte man meinen, wenn jemand Hunger hat und diesen stillt, dann nimmt er seine Bedürfnisse einfach nur wahr.

Die Wahrheit ist, dass es einen engen Zusammenhang gibt zwischen physischen und psychischen. Und so dient die Befriedigung des Hungergefühls niemals ausschließlich der Kalorien- und Nährstoffaufnahme.

Irgendwann im Leben lernt man, dass sich mit Nahrung schnell auch emotionale Befindlichkeiten glätten lassen. Man gibt sich dem kurzfristigen Verlangen hin und kompensiert unter Umständen Frust, Aufregung oder Langeweile. Manch einer belohnt sich all abends mit einer kleinen Portion Alkohol usw.  Wir kennen das, glaube ich alle.

Wenn dann die Fähigkeit der Reflexion und Achtsamkeit auf Dauer ausgeschaltet wird, weil die emotionale Belohnung wichtiger als die eigentliche Nahrungsaufnahme geworden ist, dann hat der Betreffende ein Problem. Das Körpergewicht steigt, bis man es nicht mehr leugnen kann.

Das sich zeigende Defizit ist ein anderes als ein mit Sinnen wahrnehmbarer Hunger.  Das ist nichts anderes als Konditionierung.

Daher hat nicht jeder seine Traumfigur.

Wir hören mit dem Essen und Trinken nicht einfach auf, weil es genug ist. Es fehlt eben nicht nur dem Körper etwas. Im wesentlichen zeigt sich hier der “Innere Schweinehund”.

Wer herausfindet was einem noch so fehlt, welche Bedürfnisse nicht genügend wahrgenommen und gestillt werden, kann den Kreislauf der Selbstkonditionierung durchbrechen.

Die meisten Diäten befassen sich ausnahmslos mit der Auswahl der Lebensmittel. Eine Ernährungsumstellung dauerhaft umzusetzen ist aber wesentlich schwieriger als die geeignete Auswahl an Nahrungsmitteln zu treffen.

Es kann daher nicht verwundern, dass es unüberschaubar viele Diäten und Ernährungsempfehlungen gibt. Die schiere Anzahl der dargebotenen Möglichkeiten ist ein Gradmesser dafür, dass das Problem mit dem Körpergewicht auf einer anderen Ebene zu lösen ist.

Wenn es genau eine Möglichkeit gibt das Licht auszuschalten, dann tun Sie es. Sie brauchen in dem Fall nur den Schalter zu betätigen. Mit Diäten verhält es sich genau umgekehrt. Es gibt gerade deswegen tausende dargebotene Möglichkeiten, weil keine wirklich ein Leben lang funktionieren kann.

Sollten Sie Ihren Schalter suchen um auf Abnehmen umzuschalten, dann empfehle ich Ihnen als Einstieg mein E-Book “Die Sündenfälle beim Abnehmen”.

Denken Sie daran: Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind. A. Einstein

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