Wie viel Mahlzeiten am Tag?

Drei Mahlzeiten am Tag oder …?

Sind nun drei oder fünf Mahlzeiten besser?

Wie viel Mahlzeiten am Tag?Jahrelang galt eher die Regel fünf kleinere Mahlzeiten einzunehmen, in letzter Zeit vertreten viele Experten den Ansatz, das es für den Fettstoffwechsel und die Kaloriengesamtaufnahme besser sein kann, lieber nur drei Mahlzeiten am Tag zu essen.

Mit nur drei Mahlzeiten soll langfristig weniger Kalorien aufgenommen werden, so lauten zumindest einige Untersuchungsergebnisse.

Zudem soll der Körper leichter auf seine Fettreserven zugreifen können, weil sonst bei fünf und mehr Mahlzeiten der ständig erhöhte Insulinspiegel nach jeder Mahlzeit die Fettverbrennung unterbindet.

Manche sprechen auch gern von einer Fettmast durch das Auf und Ab des Insulinspiegels, bei mehr als drei Mahlzeiten.

Mir ist leider keine lang angelegte Studie bekannt, die das untersucht hätte.

Wie halten Sie es mit den Mahlzeiten?

  • Essen Sie eher drei mal am Tag oder
  • brauchen Sie mehr Mahlzeiten?

Ich würde mich freuen, wenn Sie die Kommentarfunktion unterhalb des Artikels benutzen und uns Ihre Erfahrungen mitteilen.

 

Share
Zucker

Die Lust auf Süßes

Ich bekam in den letzten Wochen vermehrt Nachfragen per Mail, zum Inneren Schweinehund und warum die Lust auf Süßes so groß ist?

Ich nahm mich des Themas an und schrieb einer Kundin:

“Hallo Marie (Name ist frei erfunden),

der Schweinehund gehört zu dir wie dein rechter Arm oder deine inneren Organe. Du schreibst du kannst dich manchmal bei Süßem nicht zurückhalten.

Wer hat dieses Problem nicht? Gern macht sich dann die Vermutung breit, man sei einfach zu schwach – doch

  • Warum ist die Lust auf Süßes so unstillbar groß?

Es gibt darauf nur eine Antwort, es fehlt etwas.

Das Verlangen drückt einen Mangel aus und dieser Mangel besteht meist nicht in Zucker, obwohl es eine Art von Zuckermangel durch falsche Ernährung gibt. Dann spricht man von Unterzuckerung – nicht mit Diabetes zu verwechseln.

Wenn es nicht der Mangel von Zucker ist, dann etwas, was sich der Körper mit dem Zucker zu erkaufen sucht.

Der Zucker dient als Krücke, um das zu bekommen, was auf anderem Weg schlecht zu bekommen ist.

Wenn dieser Mangel groß genug ist, dann helfen alle guten Vorsätze nichts. Die Willenskraft, die ganze Selbstbeherrschung ist dahin und dann wird die Flinte einfach ins Korn geworfen.

Viele Versuche Gewicht zu reduzieren und die Ernährung umzustellen scheitern genau an diesem Punkt. Das ist symptomatisch und traurig zugleich.

Wenn wir das Problem nun bei Tage betrachten wollen, dann müssen wir sehr tief graben. Wir müssen in die Tiefen der Psyche hinabsteigen und uns den Bedürfnissen des Körpers widmen.

Auf zwei Ebenen kann dem Menschen etwas fehlen. Nennen wir es Einkommen, Sie benötigen so etwas wie ein regelmäßiges Einkommen um alles bezahlen zu können. Denn das Leben kostet nicht nur Miete und Strom, was bezahlt werden muss – nein Sie brauchen ebenfalls ein Einkommen um Ihr psychisches und physisches Gleichgewicht regulieren (bezahlen) zu können.

Ich bin darauf schon an anderer Stelle in meinen Artikeln eingegangen. Psychologisches Einkommen ist z.B. Beachtung und Wertschätzung, im weitesten Sinne Liebe. Ob der Körper durch Sucht auf Süßes, indirekt einen Mangel an Liebe zu kompensieren sucht, ist eine Theorie die gern in den Raum gestellt wird.

Ich halte es für möglich, doch bleiben Mangelerscheinungen im psychologischen Bereich meist auf ihrer Ebene und es werden eben psychologische Strategien angewandt um Beachtung und dergleichen zu bekommen.

Wenn es nun allerdings wirklich physische Bedürfnisse gibt, die sich durch die Sucht auf Süßes zeigen, dann muss dem Körper mehr fehlen als Kalorien und Zucker.

Eine Möglichkeit ist, dass die Lust auf Süßes stellvertretend einen Mangel dringend benötigter Nährstoffe bzw. Wirkstoffe anzeigt.

FRAGE: Welche Nährstoffe könnten dem Körper fehlen?

Obst oder einige Gemüsesorten sind süß, sonst kennen wir Menschen eher die unnatürliche Süßes von Nahrungsmitteln aus industrieller Verarbeitung. Das was süß schmeckt, mundet uns nicht umsonst, denn Obst und Gemüse haben im Speiseplan eine wichtige Stellung. Sie sind neben ihrem Geschmack besonders wertvoll, weil sie reich an Vitaminen und Mineralstoffen sind.

So könnte hinter der Lust auf Süßes, genauso das scheinbar unstillbare Bedürfnis nach Wirkstoffen stehen, die der Organismus braucht um seine Funktionen sicher zustellen.

Ich will nicht vergessen noch einen weiteren Punkt ins Feld zu führen. Gerne wird gesagt Körper und Geist sind eins. Ich halte die Verknüpfung enger als bisher angenommen.

Nehmen wir an Sie sehnen sich nach dem Genuss von Schokolade. Sie haben sich schon lang genug zusammengerissen. Irgendwann in einer schwachen Minute kaufen Sie sich eine Tafel Schokolade oder plündern Ihr Fach mit Süßkram.

Dann ist es weder die Sucht nach Kalorien, Liebe oder irgendwelchen Nährstoffen. Nein es ist einfach die Sucht nach Wohlergehen. Diese Sucht kann nur entstehen, weil Sie Ihr Bedürfnis nach diesem Gefühl lang genug nicht wahrgenommen haben. Das Wohlergehen ist ein mächtiges Gefühl und durchströmt Ihren ganzen Körper und es stellt sich tiefe Zufriedenheit ein. Der Zucker oder kaloriendichte Nahrung verursachen dieses Gefühl. Das weiß Ihr Körper und er weiß wie er es bekommen kann.

Bei einem Baby das gerade gestillt wurde, erkennen wir es noch deutlich, nicht umsonst heißt es „stillen“. Das Baby hat sein Bedürfnis nach Nahrung lauthals verkündet und die Mutter braucht das Kind nur zu Stillen anzulegen. An diesem Beispiel sieht man, wie eng körperliches und geistiges zusammenhängt. Das Kind bekommt nicht nur Nahrung, es erfährt gleichzeitig Nähe, Sicherheit und Geborgenheit. Ein Kind zu stillen, bedeutet viel mehr als nur Nahrung zu geben.

Das heißt, Sie sehnen sich nach dem Wohlgefühl, welches sich nach dem Genuss von Schokolade einstellt. Die Lust auf Süßes kann nur ungezügelt werden, wenn es Ihnen nicht gelingt, für Ihr Wohlbefinden auch auf anderen Wegen und mit anderen Mitteln zu sorgen. Sie sind jetzt kein Baby mehr, für Ihre Bedürfnisse sind Sie nun selbst verantwortlich.

Ich hoffe für Sie, dass Sie nicht mehr schreien müssen?!

Damit nicht aus Lust Frust wird, braucht es vor allem Achtsamkeit also die Fähigkeit genau schauen zu können, was mir gerade fehlt und die Erfahrung von Selbstwirksamkeit.

Doch dass ist ein neues Thema.

Ich möchte zusammenfassen:

  1. Die Lust auf Süßes ist uns angeboren, weil süße Nahrung reichhaltige Nahrung ist. Sie enthält Vitamine, Mineralien, sekundäre Wirkstoffe und nicht zuletzt Kalorien. Die Nahrungsmittel die uns zur Verfügung stehen und aus industrieller Verarbeitung kommen haben eine unnatürliche Süße und Zusammensetzung. Diese können uns nicht stillen (denken sie an das Baby), weil Ihnen immer irgendetwas fehlen muss. Es entsteht ein Mangel also glaubt der Körper er braucht noch mehr Süßes.
  2. Ihnen könnte auf der psychischen Ebene etwas fehlen, ich sprach von einer Art Einkommen, bis hin zur Liebe, Geborgenheit usw. Dieser Mangel an psychischen Einkommen wird auf der körperlichen Ebene kompensiert und Sie bekommen die große Lust auf Schokolade etc. Das kann sich bis hin zur Sucht steigern, soweit die Theorie. Ich favorisiere den dritten Punkt, er fasst Punkt 1 und 2 zusammen.
  3. Ihnen mangelt es generell an Wohlergehen und dem Gefühl tiefer Zufriedenheit. Es ist die Mischung aus körperlicher und psychischer Bedürfnisbefriedigung. Mit dem Verzehr von Süßem, sorgen Sie nur kurzzeitig für Ihr Wohlergehen durch Nahrungszufuhr – denn eine wesentliche Komponente fehlt. Auch dadurch kann Sucht entstehen.

Wie Sie sehen, hat das alles vordergründig nichts mit Ihrem Willen und dem Inneren Schweinehund zu tun. Vielmehr mit Achtsamkeit und der Erfahrung, dass das was ich tue ein Feedback erfährt. Als Baby bekamen Sie, wenn alles gut lief direktes Feedback auf Ihr Geschrei, Sie wurden gestillt. Jetzt müssen Sie selbst für sich sorgen, wie schon angedeutet, am besten ohne Geschrei.

Also was fehlt Ihnen wirklich, wo finden Sie sich wieder ?

Wenn Sie lernen gut für sich zu sorgen, dann bekommen Sie das Problem mit Ihrem Körpergewicht auch in den Griff.”

Hier endete meine Beantwortung der Kundenanfrage.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg mit mehr Achtsamkeit und Befriedigung Ihrer Bedürfnisse.

Share