Bruce Lipton und die „Weisheit der Zellen“

Bruce Lipton, Professor für Biologie,  ist davon überzeugt:

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Lipton meint: wir können vieles von unseren etwa 50 Billionen Zellen lernen.

  • Thema Wirtschaft:  Zellen erzeugen durch ihre Arbeit Energie. Sie arbeiten mit Ihren Billionen Geschwistern in einer riesigen Gemeinschaft und haben unterschiedliche Jobs. Die Zellen bilden dabei sozusagen Organisationen. Hautzellen erfüllen eine ganz andere Funktion als die grauen Zellen  in unserem Gehirn.Wir haben Leberzellen, Zellen in den Muskeln usw. Die 50 Billionen Zellen des Körpers arbeiten alle, in diesen unterschiedlichen Organisationen, äußerst kooperativ zusammen.Eine der wichtigsten Funktion ist das Produzieren von Energie.Diese Energie befindet sich in chemischer Form in einem Molekül namens ATP.
  • Das ATP ist in unserer Analogie die Währung und hat damit die Entsprechung zum Geld.
    Daher sagt Lipton: „Wenn ich wissen will, wie die Wirtschaft des Körpers funktioniert, dann folge ich einfach den Spuren des ATP.“Wenn Sie den Spuren des ATP folgen, dann gibt es keinen Reichtum im Körper. Alle bekommen eine Grundversorgung, alle Zellen – ausnahmslos.
  • Die  Zellen bekommen eine Gesundheitsversorgung und Immunschutz, sie werden mit ATP bezahlt und für ihre Grundbedürfnisse wird gesorgt. Ab einem bestimmten Punkt ist das Zellsystem zufrieden und gesättigt.
  • Alle Zellen im System haben ihre Grundbedürfnisse decken können, dann ist die überschüssige Energie, das ATP,  ab diesem Punkt mehr oder weniger Gewinn für das gesamte System. Keine Zelle im Körper kann sagen: „Ich brauche mehr Geld und deponiere es für mich.“Während, sagen wir mal, die Zellen des Herzens kein Geld haben. Das wäre nicht möglich. Die Zellen können keine Energie für sich mehren, auf Kosten anderer.

    Zuerst werden immer die Grundbedürfnisse aller erfüllt. – In unserer Welt wären das ausreichende Ernährung, genügend Wasser, medizinische Versorgung, eine Wohnung usw.

  • Übertragen wir diesen Gedanken auf die Gesellschaft und ein neues funktionierendes Wirtschaftssystem, dann müsste:
    Alles, was über die Grundbedürfnisse hinaus produziert wird, Gewinn für das gesamte System sein. Denn jede Zelle kann nur so viel Geld verdienen, bis die Speicher voll sind.Diese Speicher sind in den Zellen mit ATP-Molekülen gefüllt und sie erreichen irgendwann eine Obergrenze an ATP. Angenommen, es gäbe eine arme Muskelzelle und das System beginnt, Überschuss zu erwirtschaften, dann verdient diese Zelle bis zu Ihrem Limit mehr ATP.Doch dann erreicht sie einen Punkt, an dem auch sie gesättigt ist. Jetzt beginnt das gesamte System Ressourcen zurückzulegen – zum Wohle aller. Es werden Einlagen auf einer Bank gebildet.

    Das sind im Körper die sogenannten Fettdepots, wo diese Energie gespeichert wird. Diese Einlagen sind wichtig, um in Krisenzeiten, wie Krankheiten oder Energiedefizit, das System zu erhalten und Schutz zu gewähren.

  • Eigentlich ganz einfach: Jede Zelle hat Ihre Funktion und stellt Ihre Ressourcen der Gemeinschaft zur Verfügung und jede Zelle wird dafür bezahlt. Der überschüssige Gewinn wird schließlich der ganzen Zellgemeinschaft zur Verfügung gestellt. Sie kann damit das tun, was nötig für Fortbestand und für Wachstum ist.

Nun sieh dir unsere Welt und unsere Probleme an.

Es gibt Menschen die leben von zwei Dollar pro Tag – und es gibt Menschen, die wissen nicht, ob Sie gerade 15 oder 16 Millionen auf dem Konto haben.

Ist es möglich, dass der Wettbewerb und die Art und Weise wie wir wirtschaften, nicht auf Dauer funktionieren kann? Kein Organismus würde so überleben. Angenommen unsere Zellen würden in dieser Form miteinander konkurrieren, der Körper würde sofort auseinanderfallen. Im Körper gibt es nicht diese Art der Konkurrenz auf Kosten anderer.

Ein Körper arbeitet im Gleichklang, die ganze, riesige Gemeinschaft mit über 50 Billionen Zellen. Was wir daraus lernen können ist, dass die gegenwärtigen Probleme, uns Menschen vor eine wichtige Entscheidung stellen und der Wegbereiter für den nächsten Entwicklungsschritt sind. Die Zellen weisen uns hier den Weg aus der Krise.

Sobald wir erkennen, dass wir Teil eines Super-Organismus namens Menschheit sind, können wir diesen nächsten Entwicklungsschritt gehen. Die Menschheit besteht aktuell (Oktober 2014) aus 7,26  Milliarden Organismen.

Das Konkurrenzprinzip und vor allem das Geldsystem, das wir in den letzten paar hundert Jahren gelebt haben, offenbart seine zerstörerische und destruktive Kraft, die mit den bisherigen Mitteln nicht zu beherrschen sind.

Ich bediene mich hier gern eines anderen Wissenschaftlers, der schon 1929 sagte:

„Probleme kann man nicht mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind“

Ich übersetze dies mit: „Probleme können nicht auf der Ebene gelöst werden, auf der Sie entstanden sind, daher werden alle Maßnahmen, die sich auf der Ebene des bisherigen Geld- und Finanzsystems bewegen, keine Lösung darstellen.“

Der menschliche Körper stirbt, sobald sich eine Zelle auf Kosten der Gemeinschaft bereichert – wir bezeichnen das als Krebs.

Unser Fortschritt wird auf Gemeinschaftlichkeit basieren, wo der Mehrwert einer Gesellschaft, erst der Befriedigung der Grundbedürfnisse dient und dann dem Wachstum und der Entwicklung aller zur Verfügung gestellt wird.

 

Ich erwarte eine rege Diskussion – benutzt die Kommentarfunktion des Blogs – vielen Dank

 

Jirko

 

PS: Danke Bruce Lipton für diese Analogie und Danke Albert Einstein für das obige Zitat.

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