Gefährliche Denkfalle beim Training enttarnt

Das hier ist traurig:

Ich hatte es schon fast vergessen, diese meine unglaubliche Ernüchterung, wenn ich nach Jahren wieder jemanden sehe, den ich trainiert hatte. Von den ursprünglichen Ambitionen Sport zu machen, ist meist nicht mehr viel übrig geblieben.

Aus meiner jahrelangen Praxis weiß ich ja, dass weniger als 10% aller Trainierenden ihre Trainingsziele verwirklichen können. Nach 5 Jahren halbiert sich nochmals die Anzahl derer, die ihren Trainingszustand oder ihr Wunschgewicht halten können.

Das ist die Ernüchterung. Es verbleiben etwa 5% erfolgreich Trainierende.

Ich nenne das die klassische Trainingsfalle. Täglich tappen tausende hinein und Demotivation stellt sich oft binnen weniger Wochen ein. Der beste Trainer kann nämlich eines nicht für Sie entscheiden, ob der Weg hin zu Ihrem persönlichen Wohlbefinden eine Lebensentscheidung ist.

Schauen wir hinter die Kulissen, sehe ich oft folgende Fehlerpunkte:

  • Sie haben zu große Erwartungen an die möglichen Ergebnisse,
  • Sie steigern zu schnell Ihre Trainingsbelastungen, die Dauer, die Häufigkeit die Intensität usw.
  • Sie glauben es diesmal mit diesem Gerät, dieser Trainingstechnik, oder dieser Ernährungsweise zu schaffen, streng genommen warten Sie auf ein Wunder.
  • Sie machen sich abhängig von Fitness-und Gesundheitstrends. Aktuelle Trends erkennt man immer daran, das es vor kurzen noch ein Geheimtipp war und mittlerweile eine Massenbewegung der man kaum aus dem Weg gehen kann, Bsp. Nordic Walking, Pilates, Yoga, etc.

Meine Gegenfrage:

Wie viel Trends hat es in den letzten 30 Jahren gegeben,wie viel Geheimrezepte, Diäten und Wunderpillen gab es?

Wenn es ein wirkliches Geheimrezept gäbe – wüssten wir es nicht längst alle?

Aber:

Wenn du das tust, was du immer schon getan hast, dann wirst du bekommen was du immer schon bekommen hast.

Wenn du etwas anderes haben willst, musst du etwas anderes tun.

Und wenn das, was Du tust, Dich nicht weiterbringt, dann tu etwas völlig Anderes – statt mehr vom gleichen Falschen! (frei nach bei Paul Watzlawick)

Also plädiere ich dafür, verlernen Sie mal wieder was, misten Sie aus was nicht funktioniert. So wie Sie es von Zeit zu Zeit auch mit Ihrem Schreibtisch machen sollten.

Vergessen Sie, was Sie über Trainingsintensität gehört haben.

Vergessen Sie, was Sie über Ausdauer-und Krafttraining gelernt haben.

Vergessen Sie alles über abgestaubte Trainingsmethoden, übers Dehnen, über das Rückentraining und über die „Richtige Ernährung“.

Informieren Sie sich wirklich selbst, investieren Sie in neues Wissen und Erkenntnisse und Sie investieren in sich selbst. Hinterfragen Sie und entdecken Sie endlich mal wieder etwas unerwartetes und dann lassen Sie es zu.

Frage: Welchen Zweck hatten Sie mit dem Sport verfolgt ??????

Ihre Antwort: ………………………………

Sind Sie sich da wirklich sicher?

Schauen wir nochmal genau nach.  Jetzt, da Sie ein wenig offener und interessierter sind, ist der Weg frei für die Wahrheit.

Also, warum treiben Sie Sport oder warum denken Sie, es sei gut für Sie?

  • Weil man es Ihnen gesagt hat?
  • Weil Sie abnehmen wollten?
  • Weil Sie sich besser fühlen wollen?
  • Weil der Arzt, ihr Partner oder gut Freunde meinten, es sei gut für die Gesundheit?

Weil, weil……

Ich verstehe das alles, nur genügt es nicht. Denn das wissen nun wirklich alle aber sind Sie deshalb gesunder, zufriedener oder gar glücklich.

Muss dass, was alle wissen, zwangsläufig richtig sein?

Bitte beobachten Sie einmal Kinder beim Spielen, schauen Sie aus dem Fenster oder gehen Sie zum Spielplatz, am besten heute noch und machen Sie sich klar warum Kinder sich bewegen.

Meine Töchter machten immer die Haustür auf und rannten erst einmal los, je älter die Kinder werden umso  langsamer und behäbiger werden Sie. Ich glaube das nennen wir Erziehung oder Sozialisation. Was also tun Kinder auf dem Spielplatz? – Richtig sie haben ungebremsten Spaß. Nicht am Joggen und nicht am Gewichte stemmen. Jegliche Bewegung erfolgt dem ursprünglichen Zweck lustvoll Erfahrungen zu sammeln.

Die Kinder erfahren sich, ihren Körper, ihre Möglichkeiten. Sie lernen ihre Grenzen kennen. In ihrem kleinen Gehirn geht quasi die Post ab. Kinder haben noch nicht so etwas, wie obige Gründe. Nur wir Erwachsenen berechnen ständig nach einer ganz persönlichen Kosten und Nutzenanalyse, wie viel Energie ich in meine sportliche Aktivität lege. Wenn ich irgendwann das Gefühl habe, die Kosten (Anstrengungen, Zeit, Geld) überwiegen den Nutzen, dann brechen wir ab. Alle guten Vorsätze dahin. Bewegung dauerhaft und lustvoll, – Fehlanzeige.

Ich will Ihnen verraten, warum Sie überhaupt einen Körper haben.

Nicht damit Sie ihren Körper bewegen, nein der Körper bewegt Sie.

Ohne Ihren Körper sind Sie niemand, er vermittelt Ihnen die Welt, mit ihm erschließen sie sich alles. Mit Ihm fühlen Sie, mit Ihm sehen Sie, mit ihm erleben Sie.

Sie haben einen Körper um zu erfahren und zu wachsen um im Idealfall das Beste aus sich herauszuholen.

Der Körper macht Sie aus.

Vielleicht lesen noch einmal die letzten Zeilen und lassen Sie das sacken.

Viel Erfolg mit Ihren Einsichten und Entscheidungen.

Jirko

 

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JOJO-Effekt

ANGST vor dem JOJO-Effekt ?

Ich stelle Ihnen heute 2 +1  Strategien vor, wie Sie den JOJO-Effekt besiegen können – versprochen!

Zuallererst müssen wir jedoch klären: Was ist der JOJO-Effekt wirklich?

Es gibt zwei wesentliche Faktoren bzw. Effekte die das Auf und Ab bewirken.

1. Ihr Organismus reagiert auf eingeschränkte Nahrungszufuhr gestresst, dann schalten sich genetische Notfallprogramme ein. Diese sorgen dafür, dass der Stoffwechsel ein wenig herunter geregelt wird.

Man spricht davon, dass der Grundumsatz abgesenkt wirkt. Ihr Körper kommt nun mit weniger Kalorien aus als zuvor. Das ist bekannt und wird weithin als Hauptursache angesehen – darüber lässt sich diskutieren, weil das Thema noch nicht abschließend geklärt ist. Vor allem ist offen, wie stark dieser Effekt im Einzelfall ist !!!

2. Der aus meiner Sicht wichtigere Faktor ist der Einfluss der Lebensgewohnheiten. Der Rückfall in alte liebgewordene Gewohnheiten lässt das Gewicht rasant nach oben schnellen.

Im Allgemeinen wird gesagt: Man sei nur zu schwach –  Nach dem Motto, der Geist ist willig aber das Fleisch ist schwach.

Was Sie benötigen, ist eine Strategie um zu verhindern, dass sich Ihr Körper wehrt (die Notfallprogramme) und dass Ihre alten Lebensgewohnheiten wieder Oberhand gewinnen.

Das Ganze hört sich ein wenig nach Kampf an.

  1. Ihr Körper wehrt sich
  2. Sie müssen sich Ihrer alten Lebensgewohnheiten erwehren

Das bedeutet: Sie bekämpfen sich selbst.

Und wer bleibt auf der Strecke ??

Was können Sie jetzt tun?

STRATEGIE 1:

  • Nehmen Sie sich generell vielmehr Zeit für die Gewichtsreduktion, denken Sie langfristig. Wer 10 Kilo Gewicht verlieren möchte, sollte sich dafür 12 – 18 Monate Zeit nehmen.
  • Bleiben Sie im Wochenschnitt leicht unterkalorisch, das bedeutet: Sie legen 4 Tage mit etwa 300 kcal je Tag weniger ein und die verbliebenen 3 Tage ernähren Sie sich wie gewohnt.
  • Bevorzugen Sie frische und weitestgehend unbehandelte Nahrungsmittel und verarbeiten Sie Ihre Nahrungsmittel selbst.
  • Holen Sie sich Verstärkung, machen Sie Ihr Abnehmvorhaben nicht allein und suchen Sie sich Leute die vor Ihnen schon erfolgreich und vor allem langfristig Gewicht reduziert haben.

STRATEGIE 2:

  • bedienen sich Ihrer Überlebensprogramme, statt mit Ihnen zu kämpfen – Drehen Sie den Spieß um!!
  • bedienen Sie sich Ihrer Gewohnheiten, statt sich Ihrer zu erwehren – Auch hier, drehen Sie den Spieß um!
  •  … leider sprengt die Erläuterung dieser Strategie den Rahmen dieses Artikels – ich komme darauf ein anderes Mal zurück und erläutere diese Strategie anhand eines konkreten Beispiels

STRATEGIE 3:

  1. wiegen Sie sich täglich und protokollieren Sie Ihre Ergebnisse
  2. teilen Sie Ihre Ergebnisse in einer Gemeinschaft – z.B. hier im Blog
  3. teilen Sie außerdem Ihre Sünden und Ausreden – äußerst wichtig Ehrlichkeit
  4. helfen Sie Ihren Mitstreitern – seien Sie dabei respektvoll und wertschätzend

Voilá – Strategie 3 oder auch die implizite Abnehm – Methode wirkt deshalb so nachhaltig, weil sich hinter dem Konzept mehrere psychologische Mechanismen verbergen. Unter anderem das Ritual das Wiegens in Kombination mit der Preisgabe und Protokollierung der Ergebnisse. Durch diese Strategie erlangt das Abnehmen echte Verbindlichkeit. Des weiteren erhalten Sie ehrliches Feedback, bekommen Beachtung und geben wiederum Wertschätzung weiter.

Mit dieser Herangehensweise ist die Rückfallquote deutlich gesenkt und der JOJO-Effekt nachweislich besiegbar.

… das meine ich so wie ich es sage: der JOJO-Effekt ist nachweislich damit besiegbar!

Beherzigen Sie das, dann besteht die Chance dem JOJO-Effekt zu entkommen, ansonsten kann es sein, dass Sie leider eine negative Lernerfahrung machen. Sie lernen dann nur eines: Ich bin zu willensschwach und das, obwohl es mit Ihrem Willen gar nicht zu tun hat. Damit untergraben Sie Ihr Selbstwertgefühl aufgrund einer falschen Annahme.

Also mit dem Willen hat das Abnehmen nicht in erster Linie zu tun. Natürlich brauchen Sie Ihren Willen um sich überhaupt vom Fleck zu bewegen und anzufangen. Sie brauchen den Willen auch um kurzzeitige Durststrecken zu überwinden aber vor allem brauchen Sie immer wieder positive Bestärkung durch kleine Erfolge. Dadurch kann Ihr Selbstwertgefühl wachsen und Ihr Wille wird immer wieder aufgeladen mit frischer Energie.

Viel Erfolg damit!!

Jirko

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Zucker

Die Lust auf Süßes

Ich bekam in den letzten Wochen vermehrt Nachfragen per Mail, zum Inneren Schweinehund und warum die Lust auf Süßes so groß ist?

Ich nahm mich des Themas an und schrieb einer Kundin:

„Hallo Marie (Name ist frei erfunden),

der Schweinehund gehört zu dir wie dein rechter Arm oder deine inneren Organe. Du schreibst du kannst dich manchmal bei Süßem nicht zurückhalten.

Wer hat dieses Problem nicht? Gern macht sich dann die Vermutung breit, man sei einfach zu schwach – doch

  • Warum ist die Lust auf Süßes so unstillbar groß?

Es gibt darauf nur eine Antwort, es fehlt etwas.

Das Verlangen drückt einen Mangel aus und dieser Mangel besteht meist nicht in Zucker, obwohl es eine Art von Zuckermangel durch falsche Ernährung gibt. Dann spricht man von Unterzuckerung – nicht mit Diabetes zu verwechseln.

Wenn es nicht der Mangel von Zucker ist, dann etwas, was sich der Körper mit dem Zucker zu erkaufen sucht.

Der Zucker dient als Krücke, um das zu bekommen, was auf anderem Weg schlecht zu bekommen ist.

Wenn dieser Mangel groß genug ist, dann helfen alle guten Vorsätze nichts. Die Willenskraft, die ganze Selbstbeherrschung ist dahin und dann wird die Flinte einfach ins Korn geworfen.

Viele Versuche Gewicht zu reduzieren und die Ernährung umzustellen scheitern genau an diesem Punkt. Das ist symptomatisch und traurig zugleich.

Wenn wir das Problem nun bei Tage betrachten wollen, dann müssen wir sehr tief graben. Wir müssen in die Tiefen der Psyche hinabsteigen und uns den Bedürfnissen des Körpers widmen.

Auf zwei Ebenen kann dem Menschen etwas fehlen. Nennen wir es Einkommen, Sie benötigen so etwas wie ein regelmäßiges Einkommen um alles bezahlen zu können. Denn das Leben kostet nicht nur Miete und Strom, was bezahlt werden muss – nein Sie brauchen ebenfalls ein Einkommen um Ihr psychisches und physisches Gleichgewicht regulieren (bezahlen) zu können.

Ich bin darauf schon an anderer Stelle in meinen Artikeln eingegangen. Psychologisches Einkommen ist z.B. Beachtung und Wertschätzung, im weitesten Sinne Liebe. Ob der Körper durch Sucht auf Süßes, indirekt einen Mangel an Liebe zu kompensieren sucht, ist eine Theorie die gern in den Raum gestellt wird.

Ich halte es für möglich, doch bleiben Mangelerscheinungen im psychologischen Bereich meist auf ihrer Ebene und es werden eben psychologische Strategien angewandt um Beachtung und dergleichen zu bekommen.

Wenn es nun allerdings wirklich physische Bedürfnisse gibt, die sich durch die Sucht auf Süßes zeigen, dann muss dem Körper mehr fehlen als Kalorien und Zucker.

Eine Möglichkeit ist, dass die Lust auf Süßes stellvertretend einen Mangel dringend benötigter Nährstoffe bzw. Wirkstoffe anzeigt.

FRAGE: Welche Nährstoffe könnten dem Körper fehlen?

Obst oder einige Gemüsesorten sind süß, sonst kennen wir Menschen eher die unnatürliche Süßes von Nahrungsmitteln aus industrieller Verarbeitung. Das was süß schmeckt, mundet uns nicht umsonst, denn Obst und Gemüse haben im Speiseplan eine wichtige Stellung. Sie sind neben ihrem Geschmack besonders wertvoll, weil sie reich an Vitaminen und Mineralstoffen sind.

So könnte hinter der Lust auf Süßes, genauso das scheinbar unstillbare Bedürfnis nach Wirkstoffen stehen, die der Organismus braucht um seine Funktionen sicher zustellen.

Ich will nicht vergessen noch einen weiteren Punkt ins Feld zu führen. Gerne wird gesagt Körper und Geist sind eins. Ich halte die Verknüpfung enger als bisher angenommen.

Nehmen wir an Sie sehnen sich nach dem Genuss von Schokolade. Sie haben sich schon lang genug zusammengerissen. Irgendwann in einer schwachen Minute kaufen Sie sich eine Tafel Schokolade oder plündern Ihr Fach mit Süßkram.

Dann ist es weder die Sucht nach Kalorien, Liebe oder irgendwelchen Nährstoffen. Nein es ist einfach die Sucht nach Wohlergehen. Diese Sucht kann nur entstehen, weil Sie Ihr Bedürfnis nach diesem Gefühl lang genug nicht wahrgenommen haben. Das Wohlergehen ist ein mächtiges Gefühl und durchströmt Ihren ganzen Körper und es stellt sich tiefe Zufriedenheit ein. Der Zucker oder kaloriendichte Nahrung verursachen dieses Gefühl. Das weiß Ihr Körper und er weiß wie er es bekommen kann.

Bei einem Baby das gerade gestillt wurde, erkennen wir es noch deutlich, nicht umsonst heißt es „stillen“. Das Baby hat sein Bedürfnis nach Nahrung lauthals verkündet und die Mutter braucht das Kind nur zu Stillen anzulegen. An diesem Beispiel sieht man, wie eng körperliches und geistiges zusammenhängt. Das Kind bekommt nicht nur Nahrung, es erfährt gleichzeitig Nähe, Sicherheit und Geborgenheit. Ein Kind zu stillen, bedeutet viel mehr als nur Nahrung zu geben.

Das heißt, Sie sehnen sich nach dem Wohlgefühl, welches sich nach dem Genuss von Schokolade einstellt. Die Lust auf Süßes kann nur ungezügelt werden, wenn es Ihnen nicht gelingt, für Ihr Wohlbefinden auch auf anderen Wegen und mit anderen Mitteln zu sorgen. Sie sind jetzt kein Baby mehr, für Ihre Bedürfnisse sind Sie nun selbst verantwortlich.

Ich hoffe für Sie, dass Sie nicht mehr schreien müssen?!

Damit nicht aus Lust Frust wird, braucht es vor allem Achtsamkeit also die Fähigkeit genau schauen zu können, was mir gerade fehlt und die Erfahrung von Selbstwirksamkeit.

Doch dass ist ein neues Thema.

Ich möchte zusammenfassen:

  1. Die Lust auf Süßes ist uns angeboren, weil süße Nahrung reichhaltige Nahrung ist. Sie enthält Vitamine, Mineralien, sekundäre Wirkstoffe und nicht zuletzt Kalorien. Die Nahrungsmittel die uns zur Verfügung stehen und aus industrieller Verarbeitung kommen haben eine unnatürliche Süße und Zusammensetzung. Diese können uns nicht stillen (denken sie an das Baby), weil Ihnen immer irgendetwas fehlen muss. Es entsteht ein Mangel also glaubt der Körper er braucht noch mehr Süßes.
  2. Ihnen könnte auf der psychischen Ebene etwas fehlen, ich sprach von einer Art Einkommen, bis hin zur Liebe, Geborgenheit usw. Dieser Mangel an psychischen Einkommen wird auf der körperlichen Ebene kompensiert und Sie bekommen die große Lust auf Schokolade etc. Das kann sich bis hin zur Sucht steigern, soweit die Theorie. Ich favorisiere den dritten Punkt, er fasst Punkt 1 und 2 zusammen.
  3. Ihnen mangelt es generell an Wohlergehen und dem Gefühl tiefer Zufriedenheit. Es ist die Mischung aus körperlicher und psychischer Bedürfnisbefriedigung. Mit dem Verzehr von Süßem, sorgen Sie nur kurzzeitig für Ihr Wohlergehen durch Nahrungszufuhr – denn eine wesentliche Komponente fehlt. Auch dadurch kann Sucht entstehen.

Wie Sie sehen, hat das alles vordergründig nichts mit Ihrem Willen und dem Inneren Schweinehund zu tun. Vielmehr mit Achtsamkeit und der Erfahrung, dass das was ich tue ein Feedback erfährt. Als Baby bekamen Sie, wenn alles gut lief direktes Feedback auf Ihr Geschrei, Sie wurden gestillt. Jetzt müssen Sie selbst für sich sorgen, wie schon angedeutet, am besten ohne Geschrei.

Also was fehlt Ihnen wirklich, wo finden Sie sich wieder ?

Wenn Sie lernen gut für sich zu sorgen, dann bekommen Sie das Problem mit Ihrem Körpergewicht auch in den Griff.“

Hier endete meine Beantwortung der Kundenanfrage.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg mit mehr Achtsamkeit und Befriedigung Ihrer Bedürfnisse.

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Die Motivation im Job, beim Sport und …

In den letzten Wochen fragten mich meine Leser häufig, wie man sich richtig motiviert. Jetzt wo die Tage wieder länger werden, erinnern sich viele ihrer Jahresvorsätze, sich mehr zu bewegen. Das Wetter lädt dazu ein die müde gewordenen Muskeln wieder zu aktivieren.

Sicher macht es mehr Spaß bei Sonnenschein und 15 Grad sich draußen zu bewegen, jedoch ist man nicht gut beraten, seine sportlichen Ambitionen vom Wetter abhängig zu machen.

Die Frage steht ganz einfach im Raum: Wie lange hält Motivation vor, wenn Sie von äußeren Umständen abhängig gemacht wird ?

Wer langfristig gesehen Schwierigkeiten hat, sich im Job oder beim Sport entsprechend zu motivieren, sucht irgendwann Rat und findet diesen z.B. in der Ratgeber-Literatur oder in speziell angebotenen Seminaren.

Ich habe die Erfahrung, sowohl mit mir und anderen, machen können, dass die meisten solcher Maßnahmen ein Strohfeuer bleiben. Nach dem Besuch eines Seminars oder dem Lesen eines guten Buches, verfliegt leider allzu schnell der Impuls, den Zielsetzungen Taten folgen zu lassen. Auf meinem Blog finden sich aufgrund meiner eigenen Erfahrungen daher immer wieder Bezüge zu dieser Fragestellung.

So habe ich immer wieder bei meinen Kunden sehen müssen, dass hoch gesteckte sportliche Ziele irgendwann aufgegeben werden, weil sich schon in der Zielsetzung und später in der nachfolgenden Umsetzung gewaltige Widerstände auftürmen.

Sehen wir uns berufliche oder persönlichkeitsbezogene Zielsetzungen an, sieht es meist nicht besser aus. Wer im Job neue Herausforderungen sucht und vielleicht in die Selbständigkeit gehen möchte, ruft viele Widerstände hervor.

Diese Widerstände die in einem selbst schlummern und immer dann auftauchen, wenn man sie am wenigsten braucht, gehören genauso zur Natur des Menschen, wie der Wunsch etwas zu verändern und sich auf die gesteckten Ziele zuzubewegen.

Es gehört viel dazu Frustrationen auf dem Weg zum Ziel ertragen zu können, auch Ablehnung zu erfahren und Irrwege eingestehen zu können. Bedürfnisse müssen manchmal weit aufgeschoben werden und so können die Kosten auf der einen Seite zu hoch sein, wenn die persönlichen Gewinne mager ausfallen.

Diese Kosten-Nutzenrechnung machen wir Menschen meist unbewusst und ich rate jedem diese Rechnung im Vorfeld mal bewusst gemacht zu haben.

Gerade im Job zeigt sich, dass man mehr Befriedigung erfährt durch eine Tätigkeit die einem am Herzen liegt als durch die Entlohnung allein und erfolgreiche Menschen bringen immer ihre Stärken in die ausgeübte Tätigkeit mitein.

Beim Sport ist es ähnlich, viele versuchen sich mit Ausdauersport und müssen irgendwann erfahren, dass alle Müh vergebens war. Wenn sich nie Spaß und Freude bei der Bewegung einstellt, sehen die Aussichten auf Regelmäßigkeit und damit Erfolg schlecht aus.

Suchen Sie sich daher eine Bewegungsform die Ihnen sowohl Spaß bereitet als auch mit Ihren körperlichen Voraussetzungen einhergeht. Dann sieht die Kosten-Nutzenrechnung gleich viel besser aus.

Zur weiteren Vertiefung habe ich eine neue Unterseite eröffnet. Sie finden die einzelnen Beiträge daher nicht mehr hier im Blog, sondern vielmehr in der eigens eingerichteten Seite zur Motivation und den entsprechenden Unterseiten:

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Umsetzung Ihrer persönlichen Ziele, ob im Job oder anderswo.

 

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Der „Innere Schweinehund“ und Ich

Sie kennen das und wissen es eigentlich besser. Sie sollten sich mehr bewegen und endlich ein paar Pfunde abnehmen.

Auf Ihrem Schreibtisch stapeln sich die Unterlagen und auch das Aufräumen wollten Sie schon längst getan haben.

Wer kennt es nicht, das leidige Problem mit dem „Inneren Schweinehund“?

Was der innere Schweinehund ist und wie man mit Ihm umgeht, das wurde weder zu hause noch in der Schule gelernt.

Man möchte meinen, das Thema habe letztlich nur mit Disziplin und Willen zu tun. Wer also seine Vorhaben und Träume nicht realisieren kann, der hat entweder nicht genug Disziplin und Willen. So einfach machen wir uns das.

Welche Wege und Möglichkeiten gibt es, mehr von dem zu bekommen was wir wirklich brauchen.

Finden Sie mit mir einen kreativen und möglichst leichten Weg Ihren Schweinehund für neue Abenteuer zu begeistern.

Sie können sich anmelden unter der Nummer der Volkshochschule in Potsdam,
unter 0331/ 289-4566 oder 4569.

Gern übernehme ich auch bei Ihnen Vorträge, kontaktieren Sie mich – ich freue mich auf Sie !

Jirko

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