Monat: Juli 2012

höher - schneller - weiter

Wie viel Sport braucht der Mensch?

Gibt es eine allgemeingültige Regel? Oft liest und hört man von der Regel 2-3 x in der Woche für etwa 45 min Sport zu machen.

höher - schneller - weiterDa es viele Möglichkeiten gibt sich sportlich zu betätigen, kann diese Regel meines Erachtens nicht greifen. Sie können Schwimmen und Fußballspielen nicht gleichstellen, selbiges gilt für das Laufen als Ausdauersport und Krafttraining. Schauen wir noch genauer hin, dann gelten beim Ausdauersport je nach Zielstellung des Sports unterschiedliche Kriterien. Wer sich auf einen Marathon vorbereitet benötigt im Wochenschnitt viel mehr Kilometer und damit Trainingszeit als jemand der das Laufen als Ausgleichsport zum Büroarbeitsalltag betreibt.

Das bedeutet, die Fragestellung muss präzisiert werden.

Fangen wir damit an und versuchen den Begriff Sport einmal zu definieren. Das Ganze geht auch ohne Wikipedia.

In meinen Augen zeichnet sich eine sportliche Betätigung dadurch aus, dass sie erstens, einhergeht mit körperlicher Belastung und zweitens, ein konkretes Ziel verfolgt. Ob sie nun eine Latte überspringen wollen, einen Gegner im Ringen besiegen oder den Ball ins Netz bugsieren wollen, all diesen körperlichen Betätigungen liegt zugrunde, dass sie ihren Körper benutzen um ein Ziel zu verfolgen.

Diese Zielgerichtetheit hat in unserer westlichen Kultur einen relativ neuen und weiteren Aspekt hinzubekommen. Mittlerweile geht es beim Sport um viel mehr. Das Ziel ursprünglich der Schnellste sein zu wollen, bekommt durch die Vermarktung des Sportes als multimediales Ereignis einen extrem hohen gesellschaftlichen Stellenwert. Heutzutage ist manchmal nur noch der Sieger eine Schlagzeile wert, doch dass ist ein anderes Thema.

Bleiben wir bei der Zielgerichtetheit und verallgemeinern wir den Sportbegriff weiter. Wenn ich noch tiefer herangehen möchte, dann bleibt mir nichts anderes übrig als die körperliche Belastung, die den Sport auszeichnet als Bewegung aufzufassen. Im einfachsten Sinne dergestalt, dass an einem Punkt losgelaufen wird und das jeweilige Ziel schnellstmöglich erreicht werden soll.

Dabei ist die Orientierung immer die persönliche Leistungsfähigkeit. Wenn sie sich verbessern wollen, dann immer in Hinblick darauf, wo sie mit ihren Möglichkeiten gerade stehen. Doch selbst der Gedanke sich verbessern zu wollen ist schon hinderlich auf Dauer Spaß an der Bewegung zu finden. Dieser Leistungsgedanke ist ebenfalls ein Merkmal unserer kulturellen Prägung. In unserer Gesellschaft gilt der Leistungsgedanke bei fast allem was wir tun.

Doch bei der Bewegung läuft diese Überzeugung, sich immerzu verbessern zu müssen ins Leere. Letztlich bedeutet das für viele Menschen, so wie ich jetzt bin, bin ich nicht genug.

Sicher ist das eine ziemliche Zuspitzung, doch so erlebe ich täglich, seit vielen Jahren Kunden und Klienten.

Zurückkommend auf die Fragestellung: Wie viel Sport braucht der Mensch, möchte ich nun sagen eigentlich gar kein Sport.

Der Mensch braucht mehr Bewegung ohne gleich irgendein Ziel vor Augen zu haben. Viel wichtiger ist, dass sie Spaß bei der Sache empfinden.

Denn wenn wir ein wenig genauer hinsehen, dann kann man erkennen, woher der Sport ursprünglich kommt. Sport war früher Spiel. Die Menschen hatten einfach Spaß daran sich gemeinsam spielerisch zu bewegen, ob sie nun miteinander getanzt haben (bis in die Trance) oder ein Lederknäuel über den Acker trieben.

Zum Abschluss noch ein entwicklungsgeschichtlicher Ansatz zum Thema Bewegung. Da wir biologische Wesen sind und jede Bewegung Energie kostet, akzeptiert der Körper Bewegung nur in der Hoffnung, dass es im Gegenzug wiederum Energie einbringt. Kurzum die Bewegung diente dem Überleben und der Nahrungsbeschaffung oder auch der Verteidigung usw. und erst dann, wenn für das Überleben gesorgt war, gab es Raum für den Menschen sich weitere Betätigungsfelder wie das Spielen zu finden und in der Folge Sport zu machen.

Quintessenz: Finden Sie für sich eine körperliche Betätigung die Sie mit anderen machen können, tun Sie dass regelmäßig, nach Möglichkeit an der frischen Luft. Lassen Sie den Leistungsgedanken erst einmal weg und treiben sie keinen Sport wenn Sie in erster Linie abnehmen möchten. Denn Sie werden mit dem Sport auf jeden Fall wieder aufhören. Egal ob Sie erfolgreich abgenommen haben oder nicht. Doch dass ist ein neues Thema, auf das ich noch zurückkommen werde.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei der Bewegung. Denn dazu ist der Körper da – zum BEWEGEN und wenn Sie in Bewegung bleiben dann machen Sie Erfahrungen und das macht ein erfülltes Leben aus.

Je öfter umso besser !!

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30 Euro für ein Brot

In Deutschland kostet ein 1000 g Brot im Durchschnitt vielleicht 2 Euro. Es kommt ganz darauf an wo Sie es kaufen. Beim Bäcker können Sie für ein Brot mit einer ausgefallenen Backrezeptur schon mal 5 Euro bezahlen und im Supermarkt bekommen Sie ein Weizenmischbrot sogar für einen Euro.

Das alles ist paradiesisch, ob nun fünf oder ein Euro. Denn in mindestens 26 Ländern dieser Welt steht der Hunger nach wie vor auf der Tagesordnung.

Es sind momentan rund eine Milliarde Menschen von Hunger betroffen.

Das liegt unter anderem daran, dass wir die echten Produktionskosten für unseren Wohlstand in andere Länder ausgelagert haben. Diese Schieflage bezahlen andere mit täglicher Unterernährung.

So sind viele Entwicklungsländer darauf angewiesen, das billig in die Erste Welt zu exportieren, was die eigene Bevölkerung dringend zum Leben braucht.

Wir geben daher in Deutschland nur etwa 12% unseres Einkommens für Nahrungsmittel aus, in Entwicklungsländern müssen dafür 70% aufgebracht werden. Die realen Kosten für ein Brot tragen also nicht wir, vielmehr würde uns ein Brot etwa 30 Euro kosten, wenn wir die Einkommensverhältnisse der Dritten Welt und die Preisentwicklungen der vergangene Jahre auf dem Weltmarkt umrechnen würden.

Jetzt wo 7 Milliarden Menschen auf diesem Planeten leben, stellt sich mehr und mehr die Frage nach Verteilungsgerechtigkeit in der Nahrungsmittelproduktion.

Ein einfache Lösung wird es dafür nicht geben, zumal die Veränderungen des Klimas die Situation des Hungers eher verschärft. Der Eingriff in die die Natur, den wir Menschen seit tausenden Jahren vorgenommen haben, ist nicht mehr umkehrbar. So warten gewaltige Herausforderungen in der Zukunft auf uns, um diese Probleme in den Griff zu bekommen.

Angenommen ich müsste 30 Euro für ein Brot bezahlen, dann wäre zumindest ein Maßstab wieder gerade gerückt, denn die Wertigkeit unserer Nahrungsmittel ist durch die industrielle Massenproduktion aus dem Gleichgewicht geraten.

Außerdem ernähren wir uns nicht mehr, sondern wir ersticken im Genuss der keiner mehr ist. So mästen wir uns selbst und haben mit dem Übergewicht ein hausgemachtes Problem der Zivilisation, wo es an Kalorien schon lange nicht mehr mangelt und doch der Hunger auf das Wesentliche im Leben ungestillt bleibt.

Meine Familie versucht dem Wahnsinn ein wenig zu entgehen, wir backen unser Brot selbst. Die verwendeten Zutaten können hier in Deutschland angebaut werden und die aufgebrachte Zeit zum Backen in der Woche beträgt 30 min. Würden wir dieses Brot verkaufen, müssten wir sicher um die 10 Euro nehmen. Das wären noch immer nicht 30 Euro aber wesentlich gerechter.

Guten Appetit

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Hilfe zur Selbsthilfe – in Sachen Sport

Das Internet hat unter anderem seinen immensen Wert dadurch, dass man viele Gleichgesinnte finden kann.  Schon viele Tipps bekam ich durch meine Suche in Foren und Communitys – hier wird “Hilfe zur Selbsthilfe” groß geschrieben.

Gemeinschaft
Community

Diese Seiten leben durch den aktiven Austausch an Wissen und Erfahrungen vieler. Allein könnte so manche Problemstellung nicht gelöst werden und so hat sich das Internet zur großen Plattform des Wissens- und Informationsaustausches entwickelt.

Im Sportbereich erlebe ich oft große Verunsicherung der Sportinteressierten. An den mir gestellten Fragen ersehe ich, dass viel Aufklärung im Bereich Sport und Bewegung nötig ist.

Im weit gesteckten Feld der Gesundheit, sind viele neue und wirklich bahnbrechende Entdeckungen gemacht worden. Wenn Sie da nicht auf der Strecke bleiben wollen, dann ….

Mein Tipp: Fragen Sie sich durch und werden Sie Teil  einer großen Wissensgemeinschaft. Seien Sie höflich, fassen Sie sich kurz und bleiben Sie konkret.

Ein Fallbeispiel:

  • Als neulich eine Besucherin meiner Webseite mich per Mail um Rat bat, musste ich auch das Internet befragen und bekam schnell eine hinreichende Antwort.
  • Die Frage bezog sich auf ein Produkt zur Gewichtsreduktion (Fettverbrennung), welches im Internet vertrieben wird. Die Interessentin wollte wissen, inwieweit die gemachten Versprechungen für das Abnehmprodukt realistisch sind – Sie bat mich also um HILFE.
  • Nach einer kurzen (3 min) Recherche meinerseits, konnte ich ihr eine ausführliche Einschätzung geben. Im Forum für Sportthemen wurde ich schnell fündig.

Auch Trainer leben von der “Hilfe  zur Selbsthilfe”.  Meinen Status als Ansprechpartner und Experte untergrabe ich dadurch nicht. Denn die fachlichen Hintergründe einer fundierten Antwort, konnte ich Ihr gleich mit auf den Weg geben.

Also nutzen die Chance der “Hilfe zur Selbsthilfe”. Ich tue das auch.

Grüße, Jirko

 

Übrigens – Fettverbrennung ist kein Hexenwerk – Ihr Körper tut es ständig. Sie sollten Ihren Organismus nur nicht zu oft daran hindern. Hier gibt es Hilfe und mehr zum Thema Fettverbrennung, quasi als Hintergrundinformation.

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